Supplement-Wechselwirkungen
Wechselwirkungen

Calcium und Zink zusammen einnehmen? Was bisher bekannt ist

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Aktualisiert
Calcium und Zink zusammen einnehmen? Was bisher bekannt ist

Calcium kann die Zinkaufnahme unter bestimmten Studienbedingungen verringern, doch Humanstudien zeigen keinen einheitlichen Effekt. Die berichtete Abnahme um 50 % bei einem Präparat mit 600 mg Calcium und einer Testmahlzeit gilt nicht für jede Dosis oder Ernährungsweise. Bei üblichen Mahlzeiten fand eine andere Studie keine geringere Zinkaufnahme durch eine höhere Calciumzufuhr. Die hier zitierten Arbeiten belegen keinen allgemeingültigen Abstand von zwei Stunden. Prüfen Sie Mengen und Einnahmehinweise Ihrer Präparate, statt die Zinkdosis zum Ausgleich zu erhöhen.

Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder qualifizierten Gesundheitsdienstleister, bevor Sie mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beginnen.

Vorsicht — Konsultieren Sie Ihren Arzt

Nicht nur ein Paar: die ganze Liste prüfen

Supplement Tracker erinnert Sie an jede Dosis, und der Wechselwirkungs-Check prüft alle Präparate, die Sie einnehmen, mit Quellen vom NIH.

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Die gleichzeitige Einnahme von Calcium und Zink hat nicht bei allen Menschen denselben vorhersehbaren Effekt. Einige Studien fanden eine geringere Zinkaufnahme durch Calcium, andere nicht. Bei der Einordnung kommt es auf Form und Menge des Calciums, die Mahlzeit und die untersuchte Personengruppe an.

Wenn beide Mineralstoffe zu Ihrer Routine gehören, sehen Sie zuerst auf die Packungen: Nehmen Sie getrennte Präparate, ein Kombinationsprodukt oder beziehen Sie Calcium hauptsächlich aus Lebensmitteln? Das Ergebnis einer einzelnen Testmahlzeit sagt nicht genau voraus, wie viel Zink Sie mit Ihrer eigenen Routine aufnehmen.

Was die Studien tatsächlich zeigten

Eine Studie von Wood und Zheng aus dem Jahr 1997 umfasste zwei Versuche. Bei 18 Frauen nach der Menopause verringerte zusätzliches Calcium aus Milch oder einem Calciumphosphatpräparat während der Studie die Nettoaufnahme und die Bilanz von Zink.

In einem getrennten Versuch mit Erwachsenen verringerte ein Präparat mit 600 mg Calcium als Calciumcarbonat, das zusammen mit einer Testmahlzeit mit 7,3 mg Zink eingenommen wurde, die Zinkaufnahme aus dieser Mahlzeit um etwa 50 %. Diese Zahl beschreibt genau diesen Versuch. Sie bedeutet nicht, dass jedes Calciumpräparat die Zinkaufnahme halbiert oder dass 600 mg ein allgemeingültiger Schwellenwert sind.

Eine Studie von 2009 mit 10 gesunden Frauen untersuchte gewöhnliche Tagesmenüs mit ungefähr 700 oder 1.800 mg Calcium und unterschiedlichen Mengen an Phytat. Eine höhere Calciumzufuhr verringerte die Zinkaufnahme bei diesen Menüs nicht. Phytat, ein Stoff in pflanzlichen Lebensmitteln, senkte die Aufnahme unter den untersuchten Bedingungen hingegen.

Die Studien prüften unterschiedliche Ernährungsweisen und Bedingungen. Zusammengenommen erlauben sie eine eingeschränkte Aussage: Calcium kann die Zinkaufnahme unter manchen Umständen beeinträchtigen. Ein durchgängiger Effekt bei allen Präparaten, Mahlzeiten und Menschen ist jedoch nicht belegt.

Hat Calcium aus Lebensmitteln denselben Effekt?

Es gibt keine verlässliche Regel, nach der alle calciumreichen Lebensmittel die Zinkaufnahme blockieren oder Calcium aus Lebensmitteln nie eine Rolle spielt. Der Versuch von 1997 fand einen Effekt sowohl bei zusätzlicher Milch als auch bei einem Calciumpräparat. Die Studie von 2009 fand bei einer höheren Calciumzufuhr in gewöhnlichen Tagesmenüs keinen nachteiligen Effekt.

Diese Ergebnisse rechtfertigen es nicht, bei jeder Zinkeinnahme grundsätzlich Milchprodukte oder mit Calcium angereicherte Lebensmittel zu meiden. Sie beweisen ebenso wenig, dass jedes Kombinationspräparat für jede Person geeignet ist. Berücksichtigen Sie die konkreten Produkte und Ihren Grund für die Einnahme, statt alle Kombinationen aus Lebensmitteln und Präparaten gleichzusetzen.

Müssen zwischen den Einnahmen zwei Stunden liegen?

Die genannten Studien belegen keinen Abstand von zwei Stunden als allgemein wirksame Lösung. Sie verglichen einen solchen Zeitplan nicht mit der gleichzeitigen Einnahme, um zu zeigen, dass er eine Wechselwirkung verhindert. Trotzdem ist es eine einfache und kostenlose Vorsichtsmaßnahme, ein Calcium- und ein Zinkpräparat zu verschiedenen Mahlzeiten einzunehmen, besonders bei hoch dosiertem Calcium.

Wenn die Packungsbeilage oder Ihre behandelnde Fachperson getrennte Einnahmezeiten empfiehlt, halten Sie sich daran. Nehmen Sie Calcium und Zink als getrennte Präparate ein und sind sich über die Kombination unsicher, lassen Sie Dosierungen und weitere Medikamente von einer Apothekerin, einem Apotheker oder einer medizinischen Fachperson prüfen. Die passenden Hinweise können von mehr als nur diesen beiden Mineralstoffen abhängen.

Prüfen Sie die gesamte Routine, bevor Sie eine Dosis ändern

  • Prüfen Sie jedes Etikett. Notieren Sie Calcium und Zink in einzelnen Präparaten und in Multivitaminen, damit sich überschneidende Inhaltsstoffe sichtbar werden.
  • Halten Sie sich an ärztlich verordnete Vorgaben. Ändern Sie den Einnahmeplan eines verordneten Präparats oder Medikaments nicht allein wegen eines allgemeinen Artikels über Wechselwirkungen.
  • Erhöhen Sie die Zinkdosis nicht zum Ausgleich eines vermuteten Verlusts. Der Aufnahmeprozentsatz aus einer einzelnen Studie ist keine Berechnung für Ihre persönliche Dosierung.
  • Lassen Sie eine längerfristige hochdosierte Zinkeinnahme prüfen. Das NIH Office of Dietary Supplements weist darauf hin, dass zu viel Zink die Kupferaufnahme beeinträchtigen kann. Ein weiteres Mineral zu ergänzen ersetzt nicht die Prüfung der ursprünglichen Dosis.

Weitere Informationen finden Sie unter Zink und Kupfer, Zink und Eisen und Calcium und Magnesium. Für jedes Paar gelten eigene Forschungsergebnisse. Dieselbe Regel zum Einnahmeabstand sollte nicht automatisch auf alle Mineralstoffe übertragen werden.

Dokumentieren Sie den gewählten Einnahmeplan

Mit Supplement Tracker können Sie Erinnerungen einstellen und Einnahmen protokollieren, auch zu getrennten Zeiten, wenn Ihr Plan das vorsieht. Die App kann Ihnen helfen, sich an einen mit Ihrer behandelnden Fachperson abgestimmten Plan oder die Packungsanweisung zu halten. Sie kann weder die Aufnahme messen noch garantieren, dass eine Wechselwirkung verhindert wurde.

Dieser Artikel erläutert Forschungsergebnisse und ist keine individuelle Empfehlung zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

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